Private Pflegeversicherung

Warum Sie Pflegebedürftigkeit unbedingt absichern sollten. 

„Pflegebedürftig? Das sind doch nur alte Menschen!“ – So lautet einer der größten Irrtümer zur privaten Pflegezusatzversicherung. Zwar nimmt der Anteil der Pflegebedürftigen tatsächlich mit dem Alter zu – und ist in der Altersgruppe ab 90 Jahren mit 82 Prozent am höchsten. Aber von den rund fünf Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland (Stand: Dezember 2021) sind längst nicht alle Hochbetagt. Pflegebedürftigkeit kann plötzlich in unser Leben treten nach einem medizinischen Notfall wie einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Auch in Folge eines Unfalls oder Sturzes sind junge und jüngere Menschen von Pflegebedürftigkeit betroffen. Damit Sie und Ihre Angehörigen im Ernstfall optimale Pflege und Unterstützung bekommen – und Ihren gewohnten Lebensstandard halten können, beantworten wir Ihre wichtigsten Fragen rund um die private Pflegezusatzversicherung.


1. Private Pflegeversicherung: Warum ist das wichtig?

„Pflegeversicherung? Erledigt der Staat für mich!“ – Solche oder ähnliche Einwände hören wir häufig in unseren Beratungsgesprächen bei der R&W Finanzservice Franken GmbH. Tatsächlich ist die gesetzliche Pflegeversicherung eine Pflichtversicherung. Das bedeutet, alle gesetzlich oder privat Krankenversicherten in Deutschland sind automatisch auch pflegeversichert. Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung hat ... 

 

  1. ... wer in den zehn Jahren vor Antragstellung mindestens zwei Jahre in die Pflegekasse eingezahlt hat oder über ein Familienmitglied versichert war.
  2. ... wer länger als sechs Monate auf Unterstützung im täglichen Leben angewiesen ist.

 

Über die Höhe der finanziellen Unterstützung aus der gesetzlichen Pflegeversicherung entscheidet ein sogenanntes Pflegegutachten. Dazu besuchen speziell beauftragte Gutachterinnen und Gutachter die Pflegebedürftigen zu Hause – um aus eigener Anschauung zu beurteilen, wie hoch der tatsächliche Unterstützungsbedarf im Alltag ist. Je nach Einschränkungen erhalten die Betroffenen einen sogenannten Pflegegrad (Stufen 1-5). Dabei gilt: Je höher der Pflegegrad, desto höher auch die finanzielle Unterstützung aus der gesetzlichen Pflegeversicherung.

 

Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen nicht aus

So weit, so gut. Wäre da nicht die weit auseinanderklaffende Lücke zwischen dem tatsächlichen Finanzbedarf für Pflege – und den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung. Ob Sie sich ambulant im eigenen Zuhause pflegen lassen oder einen Platz in einer Pflegeeinrichtung annehmen: Die Kosten sind hoch, Tendenz steigend. Es klafft eine Finanzierungslücke für häusliche oder stationäre Pflege, die Betroffene – oder ihre engsten Angehörigen – aus der eigenen Tasche zahlen müssen.

 

Hohe Pflegekosten für Betroffene und Angehörige

Eine enorme finanzielle Belastung: So hat der Verband der Ersatzkassen, VDEK, berechnet, dass die Eigenbeteiligung eines Pflegebedürftigen für einen Platz in der stationären Pflege bei derzeit monatlich 2.783 € liegt (Stand: 01/2024). Um ihren Eigenanteil an den Pflegekosten zu begleichen, greifen Betroffene ohne private Pflegeversicherung auf ihre Renten sowie ihre Ersparnisse zurück. Sind diese aufgebraucht, müssen unterhaltspflichtige Ehepartner oder Kinder einspringen, sofern sie ein ausreichendes Einkommen oder Vermögen besitzen. Erst wenn die Pflegebedürftigen und ihre direkten Angehörigen über keinerlei Eigenmittel mehr verfügen, übernimmt das Sozialamt die Zahlungen.


2. Private Pflegeversicherung: Wer braucht sie?

Eigene Ersparnisse für Pflegekosten aufbrauchen? Oder Ehepartner und Kinder belasten? – Beides sind keine guten Optionen. Um gar nicht erst in eine solch prekäre Lage zu kommen, ist eine private Pflegezusatzversicherung eine sinnvolle Investition – und zwar von Anfang an.  

 

„Das größte Missverständnis zum Thema Pflegeversicherung? – Dass die Leute denken, es träfe immer nur die anderen. Unsere Empfehlung lautet: Jeder sollte eine private Pflegeversicherung abschließen – und zwar ab Geburt.“

- Christian Weiß, Geschäftsführer der R&W Finanzservice Franken GmbH

 

Aus unserer täglichen Beratungspraxis mit der R&W Finanzservice Franken GmbH wissen wir: Das Risiko der Pflegebedürftigkeit schwebt über uns, jeden einzelnen Tag. Ob ein Unfall, eine akute oder eine schleichende Erkrankung: Um Finanzierungslücken für die Pflege zu schließen, sollten wir uns nicht allein auf die gesetzliche Pflegeversicherung verlassen, sondern Eigenverantwortung übernehmen. Unser Tipp: Im Idealfall schließen Sie eine private Pflegeversicherung schon ab Geburt ab. Selbstverständlich gibt es auch in jedem anderen Lebensalter passende Versicherungsmöglichkeiten.

 

Welche Optionen am besten zu Ihnen passen, hängt ganz von Ihren Lebensumständen und Ihrer sonstigen Vorsorge ab. Wir beraten und begleiten Sie deshalb individuell und passgenau zu Ihrer optimalen Absicherung. Vereinbaren Sie jetzt eine unverbindliche Erstberatung mit unseren Expertinnen und Experten für private Pflegezusatzversicherung:

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3. Private Pflegeversicherung: Was kostet das?

Entscheidend für die Höhe der Beiträge zu Ihrer privaten Pflegezusatzversicherung ist nicht Ihr Einkommen, sondern sind Ihr Alter und Ihr Gesundheitszustand. Heißt konkret: Je jünger und je gesünder Sie bei Vertragsabschluss sind, desto günstiger sind auch Ihre Konditionen. Um starke oder sprunghafte Beitragssteigerungen im Alter zu vermeiden, bilden die meisten privaten Pflegeversicherungen schon in jungen Jahren eine sogenannte Altersrückstellung.

 

Der Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. beziffert auf seiner Website die derzeit (Stand: 12/2024) gültigen Höchstbeitragssätze zur privaten Pflegeversicherung – und unterscheidet dabei zwischen Versicherungsnehmern mit und ohne Beihilfeanspruch:

 

„Grundsätzlich gilt immer die Garantie, dass der Beitrag in der PPV [„Privaten Pflegeversicherung“] nach einer Versicherungszeit von fünf Jahren nicht höher ist als der Höchstbeitrag in der Sozialen Pflegeversicherung (SPV). Maßgeblich ist der aktuelle Beitragssatz der SPV. Ab 2024 liegt dieser bei 175,96 € monatlich. Für Beihilfeberechtigte in der PPV leitet sich daraus ein Höchstbeitrag von 70,38 € pro Monat ab. Höher darf der Beitrag im Jahr 2024 also nicht liegen.“

 

Gut zu wissen: Das Kostenerstattungsprinzip

Sachleistungen in der privaten Pflege werden nicht im Voraus von der Versicherung übernommen. Vielmehr müssen die Versicherten die erbrachten Leistungen – etwa eines privaten Pflegedienstes – aus eigener Tasche vorfinanzieren. Erst im Anschluss können sie die entstandenen Kosten bei Ihrer privaten Pflegezusatzversicherung einreichen. „Kostenerstattungsprinzip“ heißt dieses Vorgehen.


4. Private Pflegeversicherung: Welche Versicherungsarten gibt es?

Selbstverständlich hängen die Kosten für Ihre private Pflegezusatzversicherung auch von Ihrer gewählten Versicherungsart ab. Grundsätzlich lassen sich vier verschiedene Varianten unterscheiden: 1. Pflegetagegeldversicherung, 2. Pflege-Bahr-Versicherung 3. Pflegekostenversicherung und 4. Pflegerentenversicherung.

 

Bei der Pflegetagegeldversicherung definieren Sie vorab sogenannte Tagessätze, die im Fall Ihrer Pflegebedürftigkeit als monatlicher Betrag an Sie ausgezahlt werden. Je nach Leistungsumfang handelt es sich um Sätze zwischen etwa 10 und 100 € pro Tag. Häufig entscheiden sich Versicherte auch, die Tagessätze zu staffeln: Je höher der Pflegegrad, desto höher auch der versicherte Tagessatz.

 

Die Pflege-Bahr-Versicherung ermöglicht eine private Pflegezusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung – und eignet sich deshalb besonders für Menschen, die bereits eine Vorerkrankung haben. Die Prämienhöhe bemisst sich allein nach Ihrem Einstiegsalter: Je jünger Sie bei Vertragsabschluss sind, desto günstiger die angebotenen Tarife. Die Besonderheit der Pflege-Bahr-Versicherung: Der Staat bezuschusst diese Form der Pflegetagegeldversicherung mit monatlich 5 €.

 

Die Pflegekostenversicherung übernimmt die tatsächlichen Kosten Ihrer Pflege, sprich: Ihren Eigenanteil. Dieser kann entweder vollständig abgedeckt – oder auf einen vorab definierten Prozentsatz begrenzt werden. Als Versicherungsnehmer müssen Sie Ihre entstandenen Kosten nachweisen: Wer stationär gepflegt wird, reicht seine Rechnungen ein. Komplizierter wird es, wenn Sie von Ehepartner oder Kindern gepflegt werden. Da pflegende Angehörige in der Regel keine Rechnungen stellen, lassen sich oft auch keine Pflegekosten bei der Versicherung geltend machen.

 

Bei der Pflegerentenversicherung sparen Sie über Prämienzahlungen Geld an – ähnlich wie bei einer Lebensversicherung. Je nach Vereinbarung erhalten Sie im Pflegefall eine Einmalzahlung oder eine monatliche Pflegerente. In der Regel zahlen die Versicherungen einen garantierten Mindestbeitrag aus. Wenn der Versicherer Ihre Beitragszahlungen am Kapitalmarkt anlegt und dabei Gewinne erwirtschaftet, erhalten Sie einen Überschussbeitrag.

 

Vier verschiedene Versicherungsarten – doch welche ist die richtige für Sie? In einer unverbindlichen Erstberatung durch die R&W Finanzservice Franken GmbH ermitteln wir gemeinsam, welche der vier Varianten am besten zu Ihren individuellen Lebensumständen und -wünschen passt.

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5. Private Pflegeversicherung: Auf was sollten Sie achten?

Wie so oft im Versicherungswesen gilt: Auf das Kleingedruckte kommt es an! Damit Sie keine unzähligen Seiten Leistungskatalog wälzen müssen, unterstützen wir Sie mit unserer langjährigen Versicherungsexpertise. Einige grundlegende Faktoren sollten dabei in jede Entscheidung für Ihre private Pflegeversicherung einfließen:

 

Flexibilität

Ein neuer Job, eine Hochzeit, ein erstes, zweites, drittes ... Kind: Verändern sich Ihre Lebensumstände, verändert sich auch Ihr Bedarf an Absicherung. Wichtig ist, dass Sie Ihre private Pflegeversicherung unkompliziert an Ihre jeweiligen Lebenssituation anpassen können.

 

Dynamik

Mit 16 abgeschlossen, mit 60 in Anspruch genommen: Gerade, wenn viele Jahre zwischen dem Abschluss Ihrer privaten Pflegezusatzversicherung und einer möglichen Inanspruchnahme liegen, zahlt sich eine dynamische Prämienvereinbarung aus. Heißt: Beiträge und Leistungshöhen werden regelmäßig und automatisch an die jeweilige Preisentwicklung angepasst. So entstehen keine unerwünschten Finanzierungslücken.

 

Leistungseintritt und -umfang

Bestens versorgt schon ab Pflegegrad 1? Oder leistet Ihre Versicherung erst ab Pflegegrad 3, 4 oder womöglich 5? Wichtig für Ihre lückenlose Absicherung ist, dass Leistungen bereits ab dem ersten Pflegegrad gezahlt werden. Wie umfangreich Ihr Versicherungsschutz im Ernstfall wirklich ist, sollten Sie vor Vertragsabschluss klären – am besten zusammen mit einem unabhängigen Experten oder einer unabhängigen Expertin.

 

Gesundheitsprüfung

Jung und gesund? Dann ist eine Gesundheitsprüfung vor Abschluss Ihrer privaten Pflegezusatzversicherung wahrscheinlich kein Problem. Wenn Sie jedoch bereits unter einer (chronischen) Erkrankung leiden, müssen Sie häufig empfindliche Risikozuschläge oder Leistungseinschränkungen hinnehmen. Welche Optionen für Menschen mit Vorerkrankungen die besten sind, klären wir in einem individuellen Beratungsgespräch.

 

Kosten

Dynamisch steigende Beiträge? Altersrückstellungen? Investition am Kapitalmarkt? Es gibt unzählige Beitragsmodelle, die Spannbreite der Angebote für private Pflegeversicherungen ist hoch. Ob Leistungen und Kosten im richtigen Verhältnis zueinander stehen und darüber hinaus zu Ihrer Lebenssituation passen, klären wir in einen unverbindlichen Erstgespräch.


6. Private Pflegeversicherung: Jetzt kostenfreies Erstgespräch vereinbaren!

Fazit: Ihre Versicherungsmöglichkeiten sind so individuell wie Ihre Lebenssituation. Wir von der R&W Finanzservice Franken GmbH entwickeln gemeinsam mit Ihnen Ihr individuelles Versicherungsmodell für Pflegebedürftigkeit. Dabei berücksichtigen wir stets Ihre einzigartigen Ansprüche und Bedürfnisse:

 

  • Welche existenziellen Risiken, etwa Berufsunfähigkeit oder Leben, haben Sie bereits abgesichert?
  • Wie wird Ihre voraussichtliche finanzielle Situation im Alter sein?
  • Welchen Lebensstandard möchten Sie für sich und Ihre Lieben absichern?
  • Wie wollen Sie im Ernstfall betreut werden: Ambulant daheim oder stationär in einer Pflegeeinrichtung?
  • Gibt es familiäre Unterstützung, das heißt: Würden Angehörige einen Teil Ihrer Pflege übernehmen?

 

Gerne zeigen wir Ihnen in einem kostenfreien Erstgespräch, welche Möglichkeiten Sie für Ihre passgenaue, private Pflegezusatzversicherung haben. Vereinbaren Sie jetzt Ihre unverbindliche Beratung mit der R&W Finanzservice Franken GmbH:

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